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Sollen wir mal ein Hochhaus bauen? Faksimileausgabe
16 EUR

Jörg Potthast (Hg.)
Sollen wir mal ein Hochhaus bauen?
Faksimileausgabe

Softcover
Seitenzahl: 126
Grafikdesign: Laslo Strong
ISBN: 978-3-946056-08-9
Gebundener Ladenpreis: 16,00 EUR
Erste Auflage: 2017

Mit Kommentaren von Bernward Joerges und Michael Guggenheim und Jörg Potthast. Die Kommentare wurden für diese Ausgabe geschrieben. Sie erweitern und kontextualisieren das Original.

Für viele Menschen sind Hochhäuser einfach nur Ausdruck gesellschaftlicher Machtverhältnisse. Auch eine lange Geschichte kritischer Auseinandersetzungen um Hochhäuser in Innenstädten hat daran nichts geändert. Entsprechend selten ergibt sich die Möglichkeit, mit dieser eindimensionalen, allein auf die symbolische Repräsentation ausgerichteten Wahrnehmung zu brechen. Die kontroverse Frage, woher architektonische Entwürfe ihre Gütekriterien beziehen, sollte aber breiter angelegt werden. Vorgeschlagen wird hier also, architektonische Qualität weniger nach Argumenten fachwissenschaftlicher oder stadtpolitischer Debatten zu bewerten. Stattdessen wird eine ethnografische Rekonstruktion der Praxis architektonischen Entwerfens unternommen. Der Architekt als Untersuchungsobjekt. In dieser Logik hat Jörg Potthast einen Hochhaus-Entwurf für den Berliner Breitscheidplatz dokumentiert. Heute, zwanzig Jahre später, schreit die Eröffnung des Upper West förmlich danach, sich erneut mit diesem ungewohnten Blick auf die Entstehung des Hochhauses auseinanderzusetzen. Die vorliegende Faksimileausgabe erweitert die ursprüngliche Studie um drei Kommentare, die einer empirischen Feldforschung mitunter amüsante selbstkritische, wissenschaftsgeschichtliche, zeitdiagnostische, diskursanalytische und sozio-politische Perspektiven zur Seite stellen.


Stimmen zum Buch

„Jörg Potthast zeigt in seiner architektursoziologischen Arbeit, dass der architektonische Entwurf visuelle und sprachliche Elemente kreativ verbindet. Entwerfen heißt zu zeichnen ebenso wie Phantasie und Verkauf anregende Benennungen zu finden. Potthast widmet sich einem viel zu wenig beachteten Phänomen: Was tun Architekten, wenn sie entwerfen?“ Martina Löw

  „[...] ein Glücksfall, insofern es dazu einlädt, über die zeitliche Dimension in Designprozesse nachzudenken.“ Bernward Joerges

„Das Buch ist sehr ungewöhnlich, weil es etwas beschreibt, das normalerweise nicht beschrieben wird: die Planung von Gebäuden.“ Michael Guggenheim


Über den Autor

Jörg Potthast ist Professor an der Universität Siegen und leitet dort den Arbeitsbereich Soziologie, insbesondere Workplace Studies. Mit Anleihen bei interdisziplinären Forschungen zur Wissenschaftspolitik und zur Technikentwicklung befasst er sich mit der Politischen Soziologie technisierter und verwissenschaftlichter Gesellschaften.